Spielbericht vom 02.06.2017 Frisch Auf Wybelsum – TSV Lammertsfehn 4:4 (2:3)

Meine Güte, was für ein Spiel!!! Durch drei kurzfristige Absagen und aktuell sieben Verletzte
geht der TSV buchstäblich am Stock und dann gegen einen Gegner gegen die man bislang
noch keinen Punkt holen konnte. Nur elf Spieler dachten sich wohl „Jetzt erst Recht“ und
lieferten eine beeindruckende kämpferische Leistung ab, die auch die Zuschauer schlicht
begeistern ließ. Als nach gut 20. Minuten auch noch der Kapitän erneut verletzt von Bord
ging, half Achim von den Gastgebern aus (danke dafür) und spielte noch eine besondere
Rolle...
Lammertsfehn überraschte mit einem perfekten Start. Als sich alle noch in der
Findungsphase befinden, ist Horst Janssen bereits hellwach. Wybelsum mit einem dicken
Patzer im Spielaufbau von hinten heraus, Hotte gedankenschnell dazwischen, läuft alleine
aufs Tor zu und läßt dem Schlussmann nicht den Hauch einer Chance – 0:1. Klasse!
Schnell wird klar, dass der Gegner spielerisch besser ist und in seinen Kombinationen
sicherer. Die Spieler in und vor der Abwehr mit Jürgen Focken und Kapitän Wilfried Loers
haben alle Hände voll zu tun. In der 10. Minute kommt der Gegner über rechts, Gunnar Hein
ist dran, wird gelegt (da hätten viele ein Foul gepfiffen). So kommt der Spieler frei zur Flanke
und findet auf der ganz linken Seite völlig frei stehend seinen Mitspieler. Sieben Meter vor
dem Kasten läßt auch er Gerd Börgmann keine Chance – 1:1. Nicht unverdient zu diesem
Zeitpunkt.
Lammertsfehn läuft und kämpft, hat aber viele Ungenauigkeiten in den Pässen und
Stockfehler, während Wybelsum unaufgeregter spielt.
So geht es in einem super kurzweiligen Spiel hin und her. Man spricht auch vom offenen
Schlagabtausch.
In der 16. Minute holt sich Tom Schülke die Kugel aus der eigenen Hälfte und macht richtig
Meter über links, hat dann noch die Übersicht für einen Querpass zu Stefan Focken, der sich
schön durchsetzt und abschließt. Der Torwart kann abklatschen aber wieder ist Horst
Janssen blitzschnell zu Stelle und besorgt die erneute Führung – Wahnsinn... 1:2.
Nun muß Wilfried Loers vom Platz und Achim springt dem TSV zur Seite und wie macht er
das? Spitzenmäßig. Gerade auf dem Platz, bekommt er den Ball und zieht mit einem
Hammer aus 25 Metern knapp über das gegnerische (eigene) Gehäuse. Das wäre was
gewesen. Da will es einer seinem Team wohl zeigen...
Zwei Minuten später, man merkte unseren Jungs den Kraftaufwand deutlich an, greift
Wybelsum an. Der Mittelfeldspieler läuf, läuft, fast wie ein VW Käfer, keiner greift an. Dann
ein Schuß wie ein Strich aus gut 30 Meter und Gerd ist abermals machtlos – 2:2. Erneut
Ausgleich.
Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel – hoffentlich ist bald Pause – Hotte wuselt sich im
Wybelsumer Halbfeld durch, kriegt den Ball noch irgendwie links rüber zu Tom Schülke, der
bringt das Runde schön vorbei am Keeper, aber nicht am Pfosten. Diesmal passt Henri
Harms auf und vollendet. Zum dritten Mal die Führung für Lammertsfehn. Mit 2:3 geht es in
die Pause. Für dieses Spiel fehlen die passenden Worte. Ein ganz hartes Stück Arbeit.
Das man nicht mehr ganz so frisch ist und das „Frisch Auf“ seinen Namen durch die vielen
Wechselmöglichkeiten alle Ehre macht, zeigt sich in der Anfangsphase der zweiten Hälfte.
Wybelsum macht mächtig Druck. Zunächst kann Gerd Börgmann einen fulminanten
Distanzschuß parieren. Dann Freistoß am Strafraum, der nichts einbringt. Immer wieder
Ecke. Tom Mansholt und seine Abwehr leisten hinten Schwerstarbeit. Nur noch wenige
Befreiungsangriffe. So einer dann in der 45. Minute. Leihgabe Achim kommt an das Leder,
schaut aus 28 Metern, wen er anspielen kann, entscheidet sich für den Abschluß und was für
einer. Völlig trocken knallt er den Ball aus dieser Entfernung aufs Tor und und vom Pfosten
schlägt es ins Gehäuse ein zum 2:4. Der totale Irrsinn. Ausgerechnet in der größten
Drangphase geht Lammertsfehn zum ersten Mal mit zwei Toren Abstand in Führung.
Da hat sich Eike Oldermann wohl gedacht. Wenn der Wybelsumer das kann, dann ich auch
und versucht es aus fast 40 Metern und auch dieser Versuch geht nur haarscharf übers Tor.
 
Ganz Ehrlich? Was kann das Rezept sein, wenn die Kraft logischerweise immer mehr
nachläßt? Klar... Schießen was das Zeug hält.
Der Gastgeber macht immer mehr Druck und die Angriffe werden immer wütender. Unser
Team wehrt sich mit allen Mitteln und gaanz wichtig: „Alle für einen, einer für alle“, wie die
Musketiere befand Tom Schülke. Einfach klasse.
In der 63. Minute hilft alles nichts. Ein Schuß vom 16-er und sieben Minuten vor Schluß steht
es 3:4. Angriff über Angriff, aber Lammertsfehn wirft alles rein. Henri Harms, inzwischen
ebenfalls verletzt nur noch hinten um hier auszuhelfen. Das zeigt einmal mehr den Willen der
Mannschaft. Dann folgt die 67. Minute. Der Ball kommt in den Strafraum, zwei Mann ganz
klar im Abseits, einer kommt zum Schuß und tatsächlich 4:4. Das darf einfach nicht wahr
sein. Nach so viel Aufwand entscheidet so ein Tor – (Hoffentlich wird bald der Videobeweis
eingeführt). Aber die Enttäuschung war schnell verflogen. So eine Leistung, acht Tore, die
Zuschauer begeistert. Ein Spitzenspiel. Was will man mehr. Ein gaaanz großes Kompliment
an die elf und Achim für einen tollen Fußballabend und die Erkenntnis was mit Kampf und
Zusammenhalt alles möglich ist....
Wybelsum lud im Anschluß zum Grillen ein. Wir wurden super bewirtet. Vielen Dank für nette
Gastfreundschaft.
Tore:
03. Min.: 0:1 Horst Janssen
10. Min.: 1:1
16. Min.: 1:2 Horst Janssen
23. Min.: 2:2
30. Min.: 2:3 Henri Harms
45. Min.: 2:4 Achim X
63. Min.: 3:4
67. Min.: 4:4
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