Spielbericht: TSV Lammertsfehn – SG Uplengen/Schwerinsdorf 2:5 (1:5) (1:0)

Verwirrend… haben wir drei Halbzeiten gespielt? Nein, oder irgendwie vielleicht doch? Auflösung folgt…

Auf alle Fälle verwirrend war der Auftritt unserer Mannschaft in der Anfangsphase. Völlig unerklärlich, desolat, u.v.m. Die Aufstellung war mutig, riskant, aber vor allem falsch und ging voll in die Hose. Eine komplette Änderung zur Halbzeit brachte dann zum Glück die Wende…

Bis zur 20. Minute wurde die meiste Arbeit an der Seitenlinie verrichtet. Gar nicht so einfach, so viele Gegentore in kürzester Zeit zu notieren.

Man traute seinen Augen kaum. Ohne sich zu wehren, ließ man den, zugegeben stark aufspielenden Gegner, nach Belieben schalten und walten.

Anpfiff, Anstoß, Gegenstoß 0:1. 6. Minute – 0:2. Anstoß, Gegenstoß – 0:3. Unfassbar. Der TSV hatte lediglich einen Freistoß vorzuweisen und wenig Entlastung und versuchte eine erste Umstellung auf den klassischen Libero mit zwei Verteidigern und „Vorstopper“. Das brachte zumindest ein wenig Ruhe bis erneut ein Doppelschlag ein wahres Desaster einzuleiten drohte. In der 17. Minute wieder ausgekontert – 0:4, drei Minuten später 0:5. Bohhh, ein Hammer und Sprachlosigkeit an der Seite.

Fast nicht für möglich gehalten, aber nun doch mal Lammertsfehn. Eine Kombination von Thomas Kleinfeld auf Gorgin, der auf Thomas und wieder zurück und Gorgin erzielt sowas wie den Anschlußtreffer, ein winziges Lebenszeichen. Fünf Minuten später trifft Thomas Kleinfeld noch das Außennetz – und. ENDLICH! HALBZEIT!!

In der Kabine war es logischerweise ruhig. Was tun? Da hilft nur eins: Das Spiel ist verloren, also nochmal von vorne. Andere Taktik, Mund abputzen und für uns steht es ab sofort wieder 0:0. Genau, das ist die Erklärung der Einleitung.

Anstoß, Gegenstoß, aber diesmal von Lammertsfehn. Unfassbar. Plötzlich bekommt man das Spiel in den Griff, steht hinten relativ gut, überbrückt das Mittelfeld des Öfteren und kreiert Möglichkeiten. Der Gegner kommt immer seltener ins Spiel. Die gleichen Trikots, der gleiche Sportplatz, aber ein ganz anderes Spiel und gaaaanz wichtig: eine tolle Moral der 11 auf dem Platz, aber auch der SIEBEN Ersatzspieler (es waren nahezu alle an Bord), die das Team immer wieder nach vorne riefen. Dann kommt die 45. Minute, sozusagen die Minute der Belohnung. Gorgin versucht in den Strafraum zu kommen, bleibt hängen, sieht aber Thomas Kleinfeld. Der zieht ab und trifft zum 2:5 oder aus unserer „speziellen“ Sicht zur 1:0 Führung. Die Stimmung wurde immer besser, Spielaufbau, Chancen, alles passte plötzlich.

Letztlich blieb es dabei. Aus einer unterirdischen Leistung wurde eine moralische Superleistung des gesamten Teams. Seien es die Akteure auf dem Platz, oder die Spieler draußen und sogar Hotte und Wilfried Boekhoff, die für das anschließende Grillen zuständig waren. Sie haben ihre Sache gut gemacht.

Somit ist es für die einen eine bittere 2:5 Niederlage, für die anderen irgendwie ein 1:0 Sieg der außergewöhnlichen Art.

Zum Ende bedankt sich die Mannschaft noch bei Hans Wilhelms, der wieder ohne zu zucken zugesagt hat zu pfeifen und das Spiel souverän im Griff hatte.

Tore:

02. Min.: 0:1

06. Min.: 0:2

07. Min.: 0:3

17. Min.: 0:4

20. Min.: 0:5

23. Min.: 1:5 Gorgin

45. Min.: 2:5 (1:0) Thomas Kleinfeld

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